
In der Wyhrauaue unweit des Kuhteiches befindet sich eine Streuobstwiese, welche nur noch zu einem Teil vorhanden ist. Mehr als die Hälfte der Fläche ist bereits verwildert. Der Wirtschaftshof hatte die Idee, den verwilderten Anteil der Streuobstwiese aufzuarbeiten und die alten Obstbäume wieder freizustellen, damit ein zusammenhängendes Biotop entsteht. Deshalb wurden alle wildgewachsenen Bäume und Sträucher entfernt, um einer Verbuschung entgegenzuwirken und das natürliche Wachstum der Obstbäume nicht zu beeinträchtigen.
Früher wurden Streuobstwiesen für den Anbau von regionalem Obst genutzt. Außerdem dienten sie als Weideland und zur Gewinnung von Heu.
Heutzutage sind sie eine wertvolle Kulturlandschaft, welche durch das Bundesnaturschutzgesetz als geschützte Biotope anerkannt sind.

Eine Streuobstwiese ist also ein Paradies für eine Vielzahl an Lebewesen und um diesen Effekt noch zu verstärken, wurde das Holz der gefällten Bäume nicht einfach entsorgt, sondern aufgestapelt und mit Löchern für Wildbienen versehen am Ort gelassen. Zusätzlich werden noch kleine Habitate für Reptilien angelegt und Nistkästen für Vögel und Fledermäuse aufgehangen.
Der Erhalt von Streuobstwiesen spielt eine entscheidende Rolle für den Schutz der Biodiversität. Mit dem Projekt der Rückgewinnung der hiesigen Streuobstwiese möchte der Wirtschaftshof einen Teil zur Erhaltung bedrohter Arten beitragen und dem Rückgang dieses wichtigen Lebensraums entgegenwirken. Es ist unabdingbar, dass der ökologische Wert von Streuobstwiesen anerkannt und geschätzt wird und wieder mehr Naturraum für diese wichtigen Biotope zur Verfügung gestellt wird.
Jakob Murawa