
Es war eine kleine Abschiedstournee, die der Generalmusikdirektor des Leipziger Symphonieorchesters, Robbert van Steijn, am Wochenende vom 5. bis 7. Juni absolvierte. Dabei bespielte der Chefdirigent die Säle in Böhlen, dem Hauptsitz des Orchesters, Markkleeberg und Borna. Nach jedem Konzert, welches eine enorme Bandbreite von Rosini über den niederländischen Komponisten, und Landsmann van Steijn, Willem Jehts und seinem Konzert für Orchester und Blockflöte bis hin zu Beethovens Sinfonie Nr. 8 in F-Dur Opus 93 hatte.
Die Musik spiegelte gut die Bandbreite des Könnens von Robbert van Steijn wider. Der Komponist, Arrangeur, Orchesterleiter und studierter Pianist gestaltete mit dem Leipziger Symphonieorchester nicht nur Oper- und Operettenkonzerte oder Filmmusik, sondern auch Uraufführungen.
Führt man mit Robbert van Steijn ein Interview, lernt man einen tiefsinnigen und nachdenkenden Menschen kennen, der mit einer wunderbaren Brise augenzwinkernden Humor ausgestattet ist und sich für seine Mitmenschen und Mitarbeiter interessiert. Die Orchestermitglieder bescheinigen ihm eine offene und wertschätzende Art. Besonders loben die Musiker sein Engagement zur kulturellen Ausstrahlung des Orchesters und sein Vertrauen in das Können der Musiker. Dieses gelang van Steijn in den letzten fünf Jahren, trotz seines Startes mitten in der Coronapandemie.
Im Nachgang der drei genannten Konzerte dankten das Team des Symphonieorchesters, die Fördervereine und natürlich die Bürgermeister der Städte und Gemeinden rund um Böhlen. Bornas Oberbürgermeister schenkte dem scheidenden Chefdirigenten eine Silbermünze Bornas, mit der Prägung des Jubiläumsjahres 775 Jahre Borna, als Dank für sein großes Engagement.
Manuela Krause