
Einsamkeit ist ein zentrales gesellschaftliches Thema, das Menschen aller Altersgruppen betrifft und sowohl die psychische als auch die körperliche Gesundheit beeinträchtigen kann. Besonders gefährdet sind Frauen sowie Menschen mit Migrations- oder Fluchterfahrung: Sie leben oft in einem neuen kulturellen Umfeld, müssen sprachliche Barrieren überwinden, haben vertraute Lebensumfelder verloren oder sind von Familie getrennt. Belastende Erfahrungen wie Diskriminierung oder Rassismus verstärken das Gefühl der Isolation zusätzlich. Frauen sind zudem häufig durch Care-Arbeit und familiäre Verantwortung stärker belastet, wodurch ihnen weniger Raum für eigene soziale Kontakte bleibt.
Die Konferenz bot daher einen geschützten Raum, in dem die Teilnehmerinnen das Thema Einsamkeit aus verschiedenen Perspektiven beleuchten konnten. In Workshops, Vorträgen und Gesprächsrunden wurden Erfahrungen geteilt, Impulse gegeben und Strategien vermittelt, wie Einsamkeit aktiv begegnet werden kann. Dabei hatten die Frauen die Möglichkeit, sich gegenseitig zu bestärken und wertvolle Ansätze für den Alltag mitzunehmen. Humorvoll eröffnete ein Improvisationstheater den Tag, bevor eine Fachreferentin theoretische Einblicke gab und die darauf aufbauenden Workshops Gelegenheit boten, persönliche Gedanken und Erfahrungen auszutauschen. Trotz der inhaltlichen Schwere entstand eine spürbare Wärme im Raum, in der die Frauen neue Kraft schöpfen und gegenseitige Unterstützung erfahren konnten.
Ein herzlicher Dank geht an alle Engagierten, die durch Catering, Sprachmittlung, Kinderbetreuung und weitere tatkräftige Unterstützung maßgeblich zum Gelingen der Konferenz beitrugen. Ein besonderer Dank gilt den drei Hauptorganisatorinnen Aya, Barin und Hanan, die die Veranstaltung über viele Monate hinweg mit großem Engagement vorbereitet und umgesetzt haben. Ihr Einsatz machte den Tag zu einem wichtigen und stärkenden Erlebnis für Frauen in und um Borna.
Bon Courage e. V.