Markkleeberger Stadtjournal

Leider keine Punkte trotz „Heimspiel“ in Dresden

Der „geteilte“ Doppelspieltag mit dem Heimspiel am 13. Dezember 2025 gegen die Bayer Volleys Leverkusen und dem „Sachsen-Derby“ am darauffolgenden Tag beim VCO Dresden brachte erneut schwere Aufgaben für die Neuseenland-Volleys Markkleeberg.

Zum Heimspiel empfingen sie die erstligaerfahrenen Bayer Volleys Leverkusen, die in der aktuellen Tabelle der Sparda 2. Liga Pro auf Platz 9 lagen und somit Favorit waren. Doch zuletzt mussten die Gäste vier Niederlagen in Folge verkraften. Eine kleine Chance für die Markkleeberger Aufsteigerinnen?

Trainer Tim Reichenbach sah diese kleine Chance: „Leverkusen zählte in den letzten Jahren zu den Top-Teams der Liga und ist stark in die Saison gestartet. Zuletzt mussten sie jedoch einige Federn lassen. Wir hoffen also, die Leverkusenerinnen ‚kalt zu erwischen‘. Spielerisch wird es vor allem darauf ankommen, den physisch starken Gegner in schwere Situationen zu bringen, um den gegnerischen Spielaufbau zu stören. Das eigene Aufschlagsspiel und kluge Lösungen im eigenen Angriff spielen hierbei eine entscheidende Rolle.“

Leider konnte dieser Matchplan nicht wie gehofft umgesetzt werden. Insgesamt betrachtet lag das, zumindest aus meiner Sicht, wohl vor allem daran, dass unsere Mädels weniger Angriffsdruck entwickelten als der Gegner und dass sie dessen Angriffsdruck mit zu wenig erfolgreicher Blockarbeit konterten. Eine gewisse Rolle spielten wohl auch krankheitsbedingte Ausfälle bzw. Schwächungen und die Tatsache, dass zehn anstrengende Sätze vom letzten Wochenende zu verkraften waren.

Dennoch meine ich, dass wir ein Spiel auf hohem Niveau gesehen haben, in dem unser Team über weite Strecken gut mithalten konnte.

In Satz 1 gingen die Gäste ab 5:5 in Führung und bauten diese stetig aus. Es gab zahlreiche gute Ballwechsel, doch meist fanden die Leverkusenerinnen letztlich die bessere Lösung. Beim Stand von 20:23 keimte noch einmal Hoffnung auf, den Satz drehen zu können. Leider kam es dazu nicht und der Satz endete mit 25:21 für die Gäste.

Auch die Hoffnung auf einen erfolgreich(er)en Satz 2 erfüllte sich nicht, obwohl unsere Mädels anfänglich sogar ein paar Mal in Führung gingen. Ab dem 8:8 gingen die Leverkusenerinnen in Führung, bauten diese aus und gaben sie bis zum Ende nicht ab. Zu beobachten war leider, dass sich unsere Mädels nach Ballgewinnen in der Abwehr zu selten belohnten. Der Satz endete deutlich mit 17:25.

Alle Hoffnungen lagen nun bei Satz 3, der halt gewonnen werden musste, um das Spiel vielleicht doch noch zu drehen. Und ja, der Satz sah unsere Mädels ab dem 2:2 mehrfach in Führung, aber leider nie mit mehr als einem Punkt. Ab dem 10:10 gingen dann die Gäste wieder in Führung, doch unsere Mädels kämpften sich wieder heran und glichen bei 16:16 aus. Dann aber war bei uns die Luft raus, und der Satz ging 20:25 verloren. Damit endete ein gut anzusehendes, letztlich aber von den Gästen doch überlegen geführtes Match für uns 0:3 und ohne Punkte.

Dank gilt den wieder über 200 Fans in der Halle sowie Hallensprecher Thomas Michael für die erneut tolle Stimmung. Dadurch war weniger als befürchtet zu spüren bzw. zu hören, dass die lautstarken Jungs von der Feuerwehr wegen ihrer zeitgleichen Mitgliederversammlung fehlten.

Auswärtsspiel in Dresden
In das Auswärtsspiel des Doppelspieltags am dritten Adventssonntag, das Derby gegen den VCO Dresden, gingen unsere Mädels mit dem Wissen, dass auswärts immerhin schon sechs Punkte aus fünf Spielen geholt wurden. Das ließ auf weitere Auswärtspunkte hoffen. Doch das VCO-Team lag vor dem Spiel auf Tabellenplatz 7 mit 9 Punkten Vorsprung auf uns und ging somit als Favorit ins Heimspiel.

Trainer Tim Reichenbach blickte wie folgt voraus: „Der VCO trumpft mit großgewachsenen, athletischen und technisch gut ausgebildeten Spielerinnen auf. Lässt man diese zu gut ins Spiel kommen, wird es schwer, dem Tempo und der Physis der jungen Spielerinnen etwas entgegenzusetzen. Ich denke, wenn wir es schaffen, Dresden aus dem Rhythmus zu bringen und gut in Block und Feldabwehr arbeiten, können wir auch hier erfolgreich sein.“

Und fast hätte das ja auch geklappt, denn in dem spannenden Derby, das von zahlreichen und sehr hörbaren Markkleeberger Fans wieder mit „Feuerwehranteil“ zum „Heimspiel“ in der Landeshauptstadt gemacht wurde, ging es, ungeachtet der Dresdner Favoritenrolle, dann doch recht knapp zu.

Der erste Satz war lange Zeit recht ausgeglichen, doch ab dem Stand von 15:15 neigte sich die Waage in Richtung der Gastgeberinnen. Der Satz ging mit 19:25 verloren.

Satz 2 sollte die Wende bringen – und das tat er dann auch, zumindest vorerst. Unsere Mädels gingen von Beginn an in Führung und gaben diese bis zum Ende nicht mehr ab. Ein mit 25:20 fast schon souveräner Satzgewinn machte Hoffnung auf mehr.

Doch leider wurde die Hoffnung auf den Gewinn des dritten Satzes nicht erfüllt. Aber was war das für ein Satz! Die Gastgeberinnen gingen schnell in Führung, dann Ausgleich und wieder Dresdner Führung. Dann eine Aufschlagserie bis zu unserer 10:9-Führung. Danach wieder Führung der Dresdnerinnen bis auf fünf Punkte, doch wieder kämpften sich unsere Mädels zurück und glichen bei 22:22 und 23:23 aus. Dann Aufschlagfehler auf beiden Seiten, bei uns leider einer zu viel, so dass der Satz trotz Abwehr von zwei Satzbällen 25:27 verloren ging.

In Satz 4 erarbeiteten sich unsere Mädels eine permanente Führung bis auf fünf Punkte, beim 12:7. Dann kamen die Gastgeberinnen leider langsam heran und schafften beim 17:17 den Ausgleich. Dann ging es wieder hin und her, doch bei 20:21 kippte der Satz und ging leider im Endkampf mit 21:25 verloren. Und damit endete das tolle Spiel mit 1:3, also ohne eigentlich verdiente Punkte.

Fazit und Blick voraus: Zwei recht schön anzuschauende Spiele, leider ohne sich dafür durch Punkte zu belohnen, und Fans und Unterstützer, die weiter fest zum Team stehen. Einige von ihnen werden mit im Teambus zum letzten Spiel des Jahres am 21. Dezember 2025 beim favorisierten VfL Oythe (Tabellenplatz 3) sitzen.

Im Namen des Team wünsche ich allen ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch in 2026!

Rainer Leipnitz, Fotos: bw

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