Markkleeberger Katholiken feiern 25 Jahre Kirchweih
...mit vielen Gästen und reichlich „himmlischem Weihwasser“
Am vergangenen Sonntag, 19. April 2026 durfte die katholische Gemeinde St. Peter und Paul in Markkleeberg das 25. Jubiläum der Weihe ihrer Kirche feiern. Viel wurde im Vorfeld erdacht, geplant und vorbereitet – doch die Wetterprognose für den Kirchweihsonntag trieben den beiden Hauptorganisatoren, Matthias Plum (Vorsitzender des Ortskirchenrates) und Gemeindereferent Matthias Demmich den Schweiß auf die Stirn. Und tatsächlich meinte es der Himmel dann auch etwas zu gut, schickte er doch reichlich „Weihwasser“ herab. Die etwa 200 Gottesdienstbesucher aber nahmen den teils heftigen Regen mit erstaunlichem Humor. Die Kirche, deren Weihefest zu feiern war, steht unter dem Patronat der Apostelfürsten Petrus und Paulus. Humorvoll fragte ein Gemeindemitglied, ob man in den letzten 25 Jahren vielleicht den Heiligen Paulus etwas zu wenig beachtet habe und dies Wetter nun die „Quittung“ dafür sei.
Wie auch immer – der fröhlichen und dankbaren Stimmung tat das Wetter in der Tat keinen Abbruch. Der festliche Gottesdienst mit Bischof Heinrich Timmerevers war ein würdiger Rahmen, in dem die Markkleeberger Katholiken mit vielen Gästen Gott Dank sagen konnten für das große Geschenk ihrer wunderschönen Kirche, die sie seit 25 Jahren ihr Zuhause nennen darf. Da die Kirche nicht alle Besucher fassen konnte, wurde die Heilige Messe auf eine große Leinwand neben der Kirche und auch live im Internet übertragen. Viele nutzten auch dankbar diese Angebote. Zu Beginn der Messe durften Pfarrer Christoph Baumgarten und Gemeindereferent Matthias Demmich zahlreiche Ehrengäste willkommen heißen – neben unserem Bischof und ehemaligen Seelsorgern der Gemeinde unter anderem den Markkleeberger Oberbürgermeister Karsten Schütze und Pfarrer Frank Bohne von der evangelischen Kirchgemeinde. Bevor die Gemeinde endlich eine eigene, „richtige“ Kirche ihr Eigen nennen durfte, stellten die evangelischen Geschwister über Jahrzehnte immer wieder großherzig ihre Räumlichkeiten zur Verfügung…“Das haben wir euch, liebe Schwestern und Brüder nicht vergessen!“ betonte Gemeindereferent Matthias Demmich in seiner Begrüßung.
Gestaltet wurde der Gottesdienst durch den Pfarreichor St. Bonifatius Leipzig-Süd unter Leitung von Kantor Felix Flath. Die hervorragende kirchenmusikalische Umrahmung gipfelte im ergreifenden Schlusschor „Alles was Odem hat“ aus der 2. Sinfonie von Felix Mendelssohn Bartholdy.
In seiner Predigt ermutigte Bischof Heinrich die Gemeinde, einerseits dankbar auf das Geschenk ihrer Kirche zu schauen, aber sich gleichzeitig auch mutig den neuen, sich ständig verändernden Zeiten zu stellen. Sich dafür in dieser Kirche durch Gebet, das Hören auf Gottes Wort und den Empfang der Sakramente stärken und zurüsten lassen sei Sinn und Zweck dieses Hauses. „Der Auferstandene wirkt, auch wenn wir ihn nicht immer sehen – hier in ihrer Stadt, in ihrer Pfarrei, in unserem Leben!“ so Bischof Timmerevers. Er ermutigte ausgehend von der wachsenden Zahl derer, die auch in unserem Bistum nach der Taufe fragen, Türen und Fenster offen zu halten, damit Menschen die frohe Botschaft für ihr Leben aufnehmen können.
Im Anschluss an den Gottesdienst wurde dem Regenwetter mutig getrotzt und im Gemeindehaus und dem eigens aufgebauten Festzelt weitergefeiert. Kulinarisch fehlte es an nichts und auch die Kinder konnten kamen durch die liebevoll vorbereiteten Spiel- und Bastelangebote der Caritas-KiTa Haus Abraham voll auf ihre Kosten.
Den Abschluss des Tages bildete eine ökumenische Vesper, in dessen Rahmen sich katholische und evangelische Christen gemeinsam ihrer Taufe erinnerten.
In den Tagen vor dem eigentlichen Kirchweihfest bot die Gemeinde der interessierten Öffentlichkeit Kirchenführungen an, was gut genutzt wurde. Am Freitag, den 17. April fand ein wunderbares Festkonzert mit dem Kammerchor Leipzig statt, wo bereits zahlreiche Gäste begrüßt werden konnten.
So tat das trübe und regnerische Wetter dem silbernen Kirchweihfest in Markkleeberg keinen Abbruch – im Gegenteil. Gestärkt durch die wunderbaren Erfahrungen der Festwoche darf die Gemeinde in der Gemeinschaft der großen Pfarrei im Leipziger Süden und der ökumenischen Verbundenheit mit den Christen anderer Konfession auch in Zukunft Zeugnis geben von dem Auferstandenen, der Grund ihrer Hoffnung ist, die sie erfüllt.