
so könnte man die Tage vom 27. bis 30. August in Borna umschreiben. Und dieses Gefühl tat unserer Heimatstadt einfach so gut. Schon der Auftakt begann spektakulär, wurde doch Oberbürgermeister Oliver Urban von den Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr aus einem qualmenden Rathaus gerettet und dies mit einer alten Spritze und historischen Uniformen. An die Historie passte sich auch das Stadtoberhaupt an und erschien nach der Rettungsaktion im alten Ratsherrengewand, in der er auch seine Rede zum Fest hielt. Umrahmt wurde die Eröffnung von der Big-Band des Polizeiorchesters Sachsen und deren schmissigen Jazzmusik sowie einem VIP-Empfang, an dem auch die Gäste der Partnerstädte Irpin und Étampes teilnahmen und ihre Grußworte als auch ihre Geschenke zum Geburtstag der Stadt überreichten. Ein besonders feierlicher Moment war der Eintrag in das Goldene Buch der Stadt von Oberbürgermeisterin a. D. Simone Luedtke und Oberbürgermeister a. D. Bernd Schröter.
Die Sonne strahlte dabei über den Köpfen der Gäste, was sie leider am Freitag eine ganze Weile nicht tat und man sich schon Sorgen um die abendlichen Veranstaltungen auf dem Volksplatz und auf dem Markt machte. Aber die Menschen strömten mit Schirmen und Regencapes bewaffnet zu „Rock in Symphony“ auf den Volksplatz und wurden weder vom Wetter noch von der grandiosen Musik enttäuscht. Davor wurde auf dem Lutherplatz eine neue Tafel des Bergbaulehrpfades eingeweiht. Die anwesenden Bergleute legten extra ihre Galauniform an und schmetterten textsicher die Hyme des Bergbaus „Gück auf…!“ zur feierlichen Enthüllung der Tafel an einem besonderen Ort, der Emmauskirche, deren Ankunft wir im kommenden Jahr feiern können. Ganze 20 Jahre ist es her, dass dies kleine Wehrkirchlein mit viel medialer Aufmerksamkeit von Heuersdorf nach Borna gefahren wurde. Zu später Stunde wurden zum DJ-Contest die Regler hochgedreht und das „junge Borna“ wippte im Takte der Musik auf dem Markt.
Der nächste Tag stand im Zeichen der Vereine und Institutionen auf der Aktionsmeile und den Sportvereinen in der Roßmarktschen Straße und den Händlern auf der Reichsstraße. Selbst Mephisto von Auerbachs Keller gab sich ein Stell-dich-ein in Borna. Während der Höhepunkte gab es zwecks Jahrmarktstimmung ein reges Treiben rund um den Markt.
Apropos Höhepunkt. Den gab es am Sonntag. Schon am Morgen füllte sich die Stadt mit dem 775-Jubiläum-Run und heizte als „Vorprogramm“ des Festumzuges schon die Stimmung äußerst positiv an. Der Festumzug mit über 1.500 Teilnehmern und 65 Bildern brach jedoch alle Rekorde. So viele fröhliche Menschen aus den Unternehmen, Vereinen, Kindergärten und Schulen im Umzug und als Zuschauer brachten ein herrliches Wir-Gefühl an den Tag. Der hoffentlich noch lange in den Herzen und der Erinnerung unserer schönen Stadt bleibt. Die Fotos auf den Sonderseiten im Heft sprechen Bände.
Nun gilt es allen ehrenamtlich arbeitenden AGs, dem Team der Stadtverwaltung, allen Mitmachern und Unterstützern einfach Danke zu sagen für solch ein fantastisches Fest.
Manuela Krause