Bornaer Stadtjournal

Die Zwiebelhexe beim Festwochenende zum Stadtjubiläum

Als „Die Zwiebelhexe“ im Frühjahr erschienen ist, war zunächst nur dieses eine Märchen geplant. Die Geschichte spielt in Borna, genauer gesagt in einem märchenhaften „Zwibbelborne“, und greift mit einem Augenzwinkern die Verbindung der Stadt zur Zwiebel auf. Dass daraus nur wenige Monate später eine kleine regionale Märchenreihe werden würde, hatte ich damals selbst noch nicht erwartet.
Inzwischen sind zwei weitere Bücher dazugekommen. „Der Kohlekobold“ führt an den Bockwitzer See und erzählt von Rupert, einem kleinen Kobold, dessen Geschichte eng mit der Vergangenheit der Region und der Braunkohle verbunden ist. Im dritten Band, „Der Schatzdrache“, geht es auf die Burg Gnandstein, wo der kleine Burgdrache Bruno mutig sein und über sich selbst hinauswachsen muss, sodass am Ende ein Schatzdrache aus ihm wird. Alle drei Bücher sind eigenständige Märchen und können unabhängig voneinander gelesen werden. Was sie verbindet, sind ihre Schauplätze im Landkreis Leipzig und die Idee, Orte aus der Region zum Ausgangspunkt für fantastische Geschichten zu machen.
Dass die „Zwiebelhexe“ hier in Borna von Anfang an so viel Unterstützung erfahren hat, trug auch dazu bei, dass aus der ersten Geschichte schließlich drei Bücher geworden sind. Der damalige Artikel im Bornaer Stadtjournal hat geholfen, das Buch bekannter zu machen und Menschen auf die Geschichte aufmerksam zu machen.
Zum Stadtjubiläum am Samstag, den 29. August, konnte ich nun erstmals alle drei Märchen gemeinsam in der Buchhandlung Borna vorstellen. Die Buchhändlerinnen Frau Kämpfner und Frau Eberhardt hatten dafür einen wunderschönen Tisch vorbereitet und die Märchenreihe liebevoll in Szene gesetzt. Während der Signierstunde kamen viele Interessierte vorbei, blätterten in den Büchern und ließen sich Exemplare signieren. Die Zeit verging dabei wie im Flug. Besonders schön waren für mich die Gespräche rund um die Schauplätze der Geschichten. Wenn Bücher direkt vor der eigenen Haustür spielen, gibt es fast immer eine persönliche Verbindung dazu. Ich habe mich sehr über das große Interesse gefreut und darüber, wie viele Menschen sich Zeit für die Bücher und für ein Gespräch genommen haben. Ein besonderer Dank gilt den beiden Buchhändlerinnen, die mir damit einen rundum gelungenen Nachmittag ermöglicht haben.
Nach den vergangenen Monaten, in denen aus einer einzelnen Geschichte nach und nach drei Bücher entstanden sind, war es besonders schön, die Reaktionen nun unmittelbar mitzuerleben.

Claudia Hebestreit

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