Bornaer Stadtjournal

Im Vereinshaus „Zur Schanze“ kann wieder gefeiert werden

Es wird noch gewerkelt und geschliffen, als ich mit Elektromeister und Ortschaftsrat Tom Rossa in das Vereinshaus „Zur Schanze“ in Neukirchen eintrete. Die Größe des Gebäudes unterschätzt man durchaus, wenn man es nur von der Außenansicht betrachtet. Im Jahr 1987 wurde es als Speisesaal und Kulturstätte durch die LPG „8. Mai“ in Neukirchen-Wyhra erbaut und diente über Generationen als Veranstaltungsort. Seit einigen Jahren stand nun der Ortstreffpunkt leer. Logisch, dass dies Spuren am historischen Gebäude hinterließ. Welche Umbauten getätigt wurden und wie dem einstig beliebten Dorftreffpunkt wieder Leben eingehaucht werden soll, darüber konnte uns Tom Rossa, der sich schmunzelnd als ehrenamtlicher Facility Manager bezeichnet, Auskunft geben.

Herr Rossa, welche Baumaßnahmen wurden im Haus bisher umgesetzt?
Große Teile der Elektroanlage wurden erneuert sowie neue Brandschutztüren eingesetzt. Das Ziel der Baumaßnahmen ist die Wiederherstellung der Betriebsfähigkeit des Vereinshauses. Wie Sie gerade in unserem Rundgang sehen können, werden die Toiletten erneuert, so dass auch die geforderte Barrierefreiheit gegeben ist. Die altehrwürdige Kegelbahn bekommt einen neuen Schliff und wird wieder instandgesetzt. Letzteres bezahlen wir aus dem Budget unserer Ortschaftsrats-Kasse. Alle anderen Bauarbeiten werden aus dem Stadtsäckel bezahlt. Dazu müssen Sie wissen, dass im 4. Quartal 2024 die Stadt das Vereinshaus „Zur Schanze“ kaufte. Leider verzeichneten wir dann bis Oktober 2025 einen Stillstand. Jener wurde erst durchbrochen, als eine Ortschaftsrats-Sitzung mit Stadtratsmitgliedern und dem OBM in der „Schanze“ durchgeführt wurde. Dabei wurden das Potential und die Möglichkeiten des Objekts erst einmal erkannt.

Wann können die ersten Veranstaltungen wieder stattfinden?
Die erste private Veranstaltung auf dem Saal wurde am 1. Februar durchgeführt. Zwischendrin, am 15. April, gab es den Vortrag von Staatsminister Georg Ludwig von Breitenbuch zur Bodenreform. Und am Tag danach schwang der Tanzsportverein zum vereinseigenen Ball die Tanzbeine. Am 13. Juni fand nach der offiziellen Wiederherstellung des Gebäudes die nächste Veranstaltung statt. Im Gebäude können der Große Saal, der Ausschank und die Küche angemietet werden sowie natürlich auch unsere Kegelbahn. Wer sich das Gebäude anschauen möchte, um eine eventuelle Buchung vorzunehmen, kann sich gern bei mir melden. Übrigens wird der Tanzsportverein, der viele Arbeiten hier im Haus schon ehrenamtlich tätigte, einen Silvesterball ausrichten. Auch der Förderverein der FFW Neukirchen hat sich schon rege bei der Pflege der Außenanlagen eingebracht.

Das Vereinshaus „Zur Schanze“ ist die Hauptader des Dorfes?
Das ist vollkommen richtig. Deshalb arbeiten wie sehr konzentriert an weiteren Projekten und Konzeptionen, um das Leben im Haus weiter zu entfachen. Dazu gehören auch Ideen, welche die Jugendarbeit fördern und auch unseren Senioren gerecht werden. Im Gespräch mit der Grundschule sind auch einige Ideen in der Zusammenarbeit geplant und der Tourismusverein „Borna und Kohrener Land“ hat schon Interesse am nächsten Kirschblütenball angemeldet. Mit Sicherheit lassen sich weitere gemeinsame Projekte verfolgen. Besonders freuen wir uns, dass im Auguststadtrat ein Antrag eingebracht werden soll, in dem die Stadt aufgefordert wird, Machbarkeitsstudien zu erarbeiten, um das Gelände als neuen Standort der Freiwilligen Feuerwehr Neukirchen zu ertüchtigen und das Gebäude zum Teil als Schulungs- und Sanitärräume mit zu nutzen.

Die Stadtverwaltung wird im kommenden Jahr viel in den Räumlichkeiten der „Schanze“ zu Gast sein.
Das ist richtig. Aber die Stadt ist nicht Gast, sondern sie ist Hausherr und nutzt ihre Ressourcen. Im kommenden Jahr werden sowohl das Bürgerhaus „Goldener Stern“ als auch das Stadtkulturhaus wegen Umbauarbeiten und Sanierung geschlossen sein. So werden unter anderem die Stadtratssitzungen und kulturelle Veranstaltungen bei uns stattfinden. Sicherlich auch ein guter Punkt zur Bekanntmachung unseres Vereinshaus „Zur Schanze“! Wir sind gespannt.

Gerne berichten wir über weitere Aktivitäten und Neuigkeiten im Bornaer Stadtjournal.

Manuela Krause

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