
Aus Sicht des Vereins geht es bei der Entscheidung über die Zukunft der agra-Brücke um weit mehr als um ein reines Verkehrsprojekt. Der agra-Park ist ein bedeutender Landschafts- und Erholungsraum für die Region. Seit den 1970er-Jahren wird der Park durch die Brücke der B2 zerschnitten, das historische Parkbild beeinträchtigt und der Raum dauerhaft durch Verkehr und Lärm belastet. Der aktuell geplante baugleiche Neubau würde diesen Zustand auf lange Sicht fortschreiben.

Seit dem 6. März 2026 läuft der gesamte Verkehr über den östlichen, mit zusätzlichen Stützen gesicherten Brückenzug; zugleich hat das Sächsische Staatsministerium für Infrastruktur und Landesentwicklung das Landesamt für Straßenbau und Verkehr bereits mit den Planungen für einen Ersatzneubau beauftragt. Gerade weil jetzt Fakten geschaffen werden, ist die Petition dringend notwendig, damit vor einer endgültigen Entscheidung die Tieferlegung der Bundesstraße noch ernsthaft geprüft wird.
Rückenwind erhält dieses Anliegen durch den offenen Brief zur agra-Querung. Zu den namhaften Unterzeichnenden gehören unter anderem die Oberbürgermeister von Leipzig und Markkleeberg, der Landrat des Landkreises Leipzig sowie zahlreiche Akteure aus den Bereichen Baukultur, Denkmalpflege, Umwelt und Stadtentwicklung. Der offene Brief fordert, umgehend Pläne für eine Tieferlegung der Trasse zu entwickeln und erst dann über die beste Lösung für Park und Verkehr zu entscheiden.
PRO agra-Park e.V., bw (Fotos)
Petition unterstützen:
www.openpetition.de/!agrapark